Samstag, 7. Juli 2018

Das Gefühl nicht zu genügen

Dein Gefühl nicht zu genügen begleitet dich durch dein Leben.
Immer wenn etwas von dir verlangt wird, breitet sich eine unbestimmte Angst in deinem Körper aus.
Es fühlt sich an wie ein Druck, eine Enge, die dich nicht mehr klar denken lässt.
Du bist nicht richtig so wie du bist.

Als Kind hast du diesen Schmerz erfahren. Durch Worte, durch Gewalt.
Vielleicht einmal so stark, vielleicht über viele Jahre hinweg dauernd.

Ein Teil von dir scheint herausgerissen worden zu sein.
Und du magst dich selbst nicht mehr ansehen, dieses Loch in dir macht dich wütend auf dich selbst und erfüllt dich mit Scham.
Du willst verhindern, dass man es sieht,tust alles dafür es zu überspielen.

Richtest eine Mauer um dich, oder selbst dazu hattest du keine Kraft mehr, so dass alle Gefühle und Worte von aussen in dich hinein dringen können und weh tun.

Aus dem : da wurde mir etwas genommen und ihr seid Schuld daran, wird ein:
Ich bin da nicht ganz richtig und ich habe Schuld daran.

Es ist Zeit dir Menschen zu suchen, die dich wertschätzen.
Es ist Zeit die Wut wieder umzukehren.
Es ist Zeit zu sehen, dass da eine Wunde in dir ist, die schmerzt, aber du bist nicht diese Wunde mit all den schlimmen Gefühlen.

Schau hin. Schau dir das an was in dir fehlt.
Dadurch erkennst du, dass du so stark bist, dass sie sich durch deine Aufmerksamkeit langsam schließen darf.
Du bist einzigartig.

Deine unzulänglichen Erfahrungen haben nichts mit dir selbst zu tun.
Lass sich die Erinnerungen aus der Wunder herausspülen, indem indem du gleichzeitig fühlst, dass du das aushalten kannst.
Du kannst und schaffst das.

Darin wächst langsam ein Gefühl von Kraft und Macht.

Die Erinnerung wird bleiben, aber du wirst dich wieder als ganze Persönlichkeit leben können.

Donnerstag, 5. Juli 2018

Wertschätze dich mit deinen Symptomen

Lass dich erstmal sein mit all deiner Angst, mit deiner Depression, deinem Zwang, deiner Trauer.
Lass dich.

Erkenne dich darin an. Du hast etwas gefunden für dich, was dir hilft all das zu ertragen, was unerträglich war und ist.
Es hilft dir dabei nicht unter zu gehen.
Du schützt dich damit.

Wenn du das erkennst, wird deine Seele dich dafür wertschätzen.
Du schätzt dich selber wert.
Stehst mit deinem Symptom auf Augenhöhe.

Dann weiss deine Seele, dass du bereit bist dir die Dinge anzuschauen. Deine Gefühle zu tragen und zu sehen, wo du gelitten hast. Wo kein Ausweg mehr war.

In diesem Prozess kommen Symptom und Gefühl und Schmerz ins Gleichgewicht. Es lotet sich aus.
Du siehst, trägst, erkennst.
Je mehr du das tust, desto weniger Zwang, Angst, Trauer usw wirst du benötigen.